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07.01.2016

Hätten Sie's gewusst?

Maike Przybill, Johanna Wolf - Designakademie Berlin

39 % der Alleinerziehenden und ihre Kinder gelten als arm.
Frauen haben 60 % weniger Alterseinkommen als Männer. Die Armutsgefährdungsquote in Rheinland-Pfalz beträgt im Jahr 2015 15,2 %, d.h. gut jede/r siebte Einwohner/in ist von Armut bedroht. Im Jahr 2014 lag die Armutsgefährdungsquote bei 15,5 %.

Unter den rheinland-pfälzischen Regionen weist die Westpfalz mit 16,3 % die zweithöchste Armutsquote auf (Rheinpfalz: 15,4 %, Trier: 13,6 %, Mittelrhein-Westerwald: 14,5 %, Rheinhessen-Nahe: 16,4 %).

Wie das Statistische Landesamt mitteilt, liegt die Armutsgefährdungsquote der Frauen (16,4 %) mehr als 2 Prozentpunkte über der der rheinland-pfälzischen Männer (14 %). Die niedrigere Quote für Männer ist über alle in die Betrachtung einbezogenen Altersgruppen festzustellen. Insbesondere ältere Frauen (65 Jahre und älter) weisen eine deutlich höhere Armutsgefährdungsquote auf (19,7 %) als gleichaltrige Männer (13,4 %). Hier dürften - z. B. durch Kindererziehungszeiten oder die Pflege von Angehörigen – unterbrochene Erwerbsbiografien der Frauen eine Rolle spielen. In besonderem Maß armutsgefährdet sind Alleinerziehende (zumeist Frauen) und deren Kinder unter 18 Jahren, die eine Armutsgefährdungsquote von 44,2 % aufweisen. Die Armutsrisikoquote einer Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern liegt dagegen bei 10,2 %.
Quellen:
Stat. Landesamt (2015),
Prognos: Studie Blickpunkt, Alleinerziehende,
Studie Gender Pay Gap, BMFSFJ
 Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.frauenbeauftragte.de Stat. Landesamt (2015),
Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.statistik.rlp.de

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