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Was kann die Gemeinde tun?

Foto: waermewende.de

Gemeinden spielen eine besondere Rolle bei der Wärmewende. Zum Einen haben Sie die Möglichkeit, größere Wärmeprojekte, wie etwa die Etablierung von Nahwärmenetzen, voranzubringen. Andererseits sind auch sie bei ihren eigenen Gebäuden von der CO2-Bepreisung betroffen und können hier aktiv werden. Einen kurzen Überblick dazu bietet das Faktenpapier der Energieagentur.

Auf der Internetseite der Wärmewende finden Sie ausführliche Informationen zu Möglichkeiten, die Wärmewende in den Kommunen voranzubringen - beispielsweise mithilfe eines Wärmeplans sowie mit speziellen Förderprogrammen.

Die zwei besten Möglichkeiten für Kommunen, sich an der Wärmewende zu beteiligen, liegen im Sektor der eigenen Gebäude und in der Möglichkeit, Nahwärmenetze einzurichten. Dabei ist es wichtig zu beachten, dass der Umstieg auf Heizungsanlagen auf Basis Erneuerbarer Energien in einzelnen Gebäuden natürlich nur dann sinnvoll ist, wenn kein Nahwärmenetz geplant ist, das die Versorgung mit Wärme in Zukunft übernehmen wird.

 

Investive Maßnahmen im Gebäudebereich

Ebenso wie im privaten Bereich, haben auch Kommunen die Möglichkeit, über die Umstellung ihrer Heizungsanlage oder eine energetische Sanierung aktiv zur Wärmewende beizutragen. Weitere Informationen zu den verschiedenen Heizungstypen sowie Fördermöglichkeiten finden Sie hier. Für Einzelmaßnahmen im Zuge einer energetischen Sanierung können Kommunen beim BAFA einen Zuschuss von 20% über die Bundesförderung für effiziente Gebäude erhalten.

Aufgrund der speziellen Anforderungen öffentlicher Gebäude, kann es sinnvoll sein, externe Unterstützung einzuholen. Für die Erstellung eines energetischen Sanierungskonzepts im Zuge einer Energieberatung können Sie beim BAFA einen Zuschuss von 80% erhalten. Informationen dazu finden Sie hier.

Im weiteren Verlauf fördert das BAFA dann zudem sowohl bei der Installation von Heizungsanlagen, wie auch bei der energetischen Sanierung, die energetische Fachplanung und Baubegleitung mit 50%. Informationen dazu gibt es auf der Internetseite des BAFA.

 

Foto: https://www.carmen-ev.de/wp-content/uploads/2020/12/Infoschrift_Heizkostenvergleich.pdf

Quartierskonzepte und Nahwärmenetze

Foto: odr.de

Mithilfe von Quartierskonzepten haben Kommunen die Möglichkeit, die nachhaltige Wärmeversorgung in ihrer Kommune professionell untersuchen und begleiten zu lassen. Im Anschluss daran kann zudem ein*e Sanierungsmanager*in gefördert werden, um die Umsetzung des Quartierskonzepts zu übernehmen. 

Die Förderung läuft über den Zuschuss 432 "Energetische Stadtsanierung" der KfW-Bank. Hierüber ist ein Zuschuss von 75% der Kosten möglich. Neben der Betrachtung von Gebäuden und Versorgung werden seit der Programmaktualisierung vom 01.04.21 auch klimafreundliche Mobilität, grüne Infrastruktur, Anpassung an den Klimawandel und Digitalisierung mit untersucht. 

Mehr Information zur Energetischen Stadtsanierung mit Praxisbeispielen finden Sie auf der Internetseite Energetische Stadtsanierung.

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Im Zuge dieses Quartierskonzepts können auch die Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit von Nahwärmenetzen untersucht werden. Nahwärmenetze bieten sich insbesondere dann an, wenn es auf engem Raum viel Wärmenutzung durch dichte Besiedlung sowie mehrere öffentliche Gebäude gibt. Besonders wichtig bei der Installation von Nahwärmenetzen ist eine frühe und intensive Beteiligung der Bevölkerung, da sich im Idealfall auch private Eigentümer*innen an das Wärmenetz anschließen. Diese Beteiligung ist beispielsweise Teil des energetischen Quartierskonzepts.

Gefördert werden Machbarkeitsstudien sowie die Umsetzung von Wärmeprojekten über das Förderprogramm "Zukunftsfähige Energieinfrastruktur" (kurz: ZEIS) des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung,und Forsten Rheinland-Pfalz. Bezuschusst werden 20% der Ausgaben beziehungsweise 60% bei Durchführbarkeitsstudien. Mehr Informationen hierzu gibt es auf der Internetseite der Energieagentur Rheinland-Pfalz

Die Energieagentur hat einen Praxisleitfaden Nahwärme erstellt, in dem Sie ausführliche Informationen zu Nahwärmenetzen und Tipps zur praktischen Umsetzung erhalten. Den Leitfaden finden Sie hier.

Foto: Nils Hölzer/Pixelio

Sollten Sie in Ihrer Kommune die Erstellung eines Quartierskonzepts oder ein Nahwärmenetz planen und Unterstützung benötigen, richten Sie sich gerne an das Klimaschutzmanagement (Telefon: 06381 424 331, E-Mail: vera.schumann@kv-kus.de).

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