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Heizen mit Erneuerbaren - ein Überblick

Sie denken über einen Heizungstausch nach? Dann stehen Sie nun vor der Aufgabe, herauszufinden, welche Heizung am besten zu Ihrem Wohnraum passt. 

Beraten lassen können Sie sich dafür bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz oder direkt bei einem Heizungsinstallateur in Ihrer Nähe.

Ein Heizkostenvergleich von C.A.R.M.E.N e.V. zeigt, dass sich klimafreundliche Heizungen dank Förderung und CO2-Bepreisung mittlerweile wirtschaftlich auch gegen Öl- und Gasheizungen behaupten können. Weitere Informationen zum Heizkostenvergleich finden Sie in dieser Infoschrift von C.A.R.M.E.N e.V.

Einen Überblick über die verschiedenen Heizungstypen bekommen Sie auf dieser Seite.

Ausführliche Videos zu den verschiedenen Heizsystemen bietet das Bürgerbegehren Klimaschutz auf seiner Webseite.

Foto: https://bit.ly/2Kjv1Ao

Heizen mit Holz

Pellets- und Hackschnitzelheizungen nutzen die Energie aus Holz zur Wärmeproduktion. Wird auf die Qualität der Produkte und eine nachhaltige Herkunft geachtet, ist diese Form der Wärmeerzeugung nahezu CO2-neutral.

Biomasseheizungen haben eine Bandbreite von Einsatzmöglichkeiten. Sie bieten sich sowohl in Einfamilienhäusern an, können aber auch große Komplexe, wie beispielsweise das Erich-Kästner-Schulzentrum in Schönenberg-Kübelberg, befeuern. Der Vorteil von diesen Heizungen ist der dauerhaft recht niedrige Preis von Holzhackschnitzeln und Pellets, der aufgrund der CO2-Bepreisung ab 2021 noch mehr von Vorteil sein wird. 

Eine weitere Möglichkeit, mit Holz zu heizen, sind klassische Holzöfen. Auch hier ist eine nachhaltige Herkunft des Holzes, sowie der Einsatz von Staubabschneidern wichtig, damit der Ofen umwelt- und klimafreundlich ist. Ein Holzofen bietet sich insbesondere in Kombination mit einer Solarthermie-Anlage an.  

Biomasseanlagen werden durch das BAfA mit bis zu 35% gefördert, bis zu 45% bei gleichzeitigem Austausch einer Ölheizung. Zur Förderung.

Mehr Informationen zum Heizen mit Holz finden Sie in dieser Broschüre des Umweltbundesamts.

Foto: Deutsches Pelletinstitut GmbH

Solarthermieanlagen

Solarthermieanlagen sind vor allem dazu geeignet, eine installierte Heizung zu unterstützen und Warmwasser zu erzeugen. 

Bei Solarthermieanlagen werden Sonnenstrahlen durch Solarkollektoren in Wärme umgewandelt. Dabei reicht bereits ein 4 bis 5 m2 große Kollektorfläche aus, um rund 60% des Warmwassers in einem Einfamilienhaus bereitszustellen. Bei 8 bis 15m2 kann sie sogar rund ein Viertel des gesamten Bedarfs an Wärme für Heizung und Warmwasser liefern. Besonders effizient sind hier Kombianlagen zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung. Dabei bieten sich vor allem Biomasse-Heizungen, wie Pellets- oder Holzhackschnitzel-Heizungen, an. Ein Beispiel für diese Art der Wärmeerzeugung ist dieses Haus in Rutsweiler

Gefördert werden Solarthermieanlagen durch die BAfA mit bis zu 30%. Zur Förderung.

Ausführlichere Informationen gibt es auf waermewende.de.

Foto: Studio Harmony / stock.adobe.com

Wärmepumpe

Besonders in Neubaugebieten und der Industrie kommen vermehrt Wärmepumpen zum Einsatz, im Schnitt in 40% aller Neubauten. Sie können aus der Umluft, aus dem Boden oder auch aus dem Grundwasser Wärme ziehen und ins Haus abgeben. Voraussetzung dafür ist, dass das Haus gut gedämmt ist und im Idealfall über eine Flächenheizung, beispielsweise eine Bodenheizung, verfügt. 

Besonders klimafreundlich wird eine Wärmepumpe in Kombination mit einer PV-Anlage, die den Strom zum Betrieb der Wärmepumpe bereitstellt. 

Gefördert werden Wärmepumpen durch die BAfA mit bis zu 35%, bis zu 45% bei gleichzeitigem Austausch einer Ölheizung. Zur Förderung.

Ausführliche Informationen zur Wärmepumpe gibt es auf der Internetseite des Umweltbundesamts.

Foto: Umweltbundesamt

Brennstoffzellen

Diese innovative Form der Wärmegewinnung nutzt Wasserstoff, um Wärme und Strom zu erzeugen. Sie ist besonders effizient und klimafreundlich, es wird ein Wirkungsgrad von über 90% erreicht. In der Brennstoffzelle reagiert Wasserstoff mit Sauerstoff, dabei entsteht sowohl elektrische wie auch thermische Energie, also Strom und Wärme. Der Nachteil dieser Technologie ist der noch hohe Anschaffungspreis. Dafür gibt es allerdings spezielle Förderungen der KfW.

Mehr Informationen zur Brennstoffzellen-Technologie finden Sie auf waermewende.de.

Foto: Viessmann Werke

Nahwärmenetze

Nahwärmenetze bieten die Möglichkeit, gleich ein ganzes Quartier mit klimafreundlicher Wärme zu versorgen. Hier wird die Wärme zentral beispielsweise in Blockheizkraftwerken oder durch Solarthermieanlagen oder Erdwärmepumpen erzeugt und dann an alle angeschlossenen Gebäude weitergeleitet. Außerdem können lokal vorhandene Potenziale genutzt werden. Ein lokales Beispiel hierfür ist das Biogas-Nahwärmenetz in Konken, in dem lokale nachwachsende Rohstoffe und tierische Exkremente genutzt werden, um Wärme zu produzieren.

Um Nahwärmepotenziale zu untersuchen, bietet sich für Kommunen besonders die Erstellung eines energetischen Quartierskonzepts an. Durch das Programm 432 "Energetische Stadtsanierung" der KfW wird hier sowohl die Erstellung von energetischen Konzepten als auch die Stelle eines/r Sanierungsmanager*in gefördert. In Kombination mit dem Förderprogramm "Wärmewende im Quartier" des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten können finanzschwache Kommunen bis zu 95% Förderung erhalten.

Ausführliche Informationen dazu gibt es auf waermewende.de.

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