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Umweltfreundliche Wärme seit 1995

 

Um Gebäude mit umweltfreundlicher Wärme zu versorgen, braucht es nicht immer individuelle Lösungen. Um die Umstellung auf klimafreundliche Heizungssysteme schnell umzusetzen, bieten sich Nahwärmenetze an, die beispielsweise mit Wärme aus Blockheizkraftwerken gespeist werden können.

Bereits seit 1995 steht in der Tuchfabrik in Kusel ein solches Blockheizkraftwerk, kurz BHKW genannt - das erste der Stadtwerke Kusel und auch das erste in der gesamten Westpfalz. Bei der auf Erdgas basierenden gleichzeitigen Produktion von Wärme und Strom kann das BHKW die umliegenden Häuser mit Wärme versorgen, der Strom wird in das Netz der Stadtwerke eingespeist. Nach einem Ausbau im Jahr 2009 versorgt das Kraftwerk nun nicht nur die Tuchfabrik selbst und den angrenzenden Wasgau-Markt, sondern auch unter anderem die Kreisverwaltung, das Amtsgericht und das Alten- und Pflegeheim ZOAR mit Wärme zum Heizen.

Wie funktioniert ein BHKW?

Blockheizkraftwerke zählen zu den umweltschonenden Heizungssystemen, da sie die Wärme nutzen, die beim Erzeugen von Strom entsteht und dadurch ungenutzte Potenziale verfügbar machen. In der Tuchfabrik wird Erdgas verbrannt, welches dann einen Generator zur Stromerzeugung antreibt. Die Wärme, die bei diesem Vorgang entsteht, wird in die fünf großen Pufferspeicher im Nebenraum geleitet und von dort aus zu den Gebäuden in der Umgebung. Die Pufferspeicher dienen auch dazu, in Übergangszeiten die Kraftwerke durchgehend laufen lassen zu können, auch wenn gerade nicht so viel Wärme verbraucht wird. Dies reduziert den Abrieb der Maschinen und erhöht die Effizienz durch eine durchgehende Einspeisung von Strom.

Was bringen Blockheizkraftwerke?

Durch diese effiziente Produktion von Strom und Wärme lassen sich mit dem Blockheizkraftwerk in der Tuchfabrik 35% CO2 einsparen. Insgesamt sparen alle Blockheizkraftwerke der Stadtwerke zusammen knapp 1.000 Tonnen CO2 im Jahr.

Bei moderneren Gebäuden mit geringerer Vorlauftemperatur, wie beispielsweise in Neubaugebieten, lassen sich diese Nahwärmenetze auch mit Biogas betreiben, welches klimafreundlicher ist als Erdgas. Ein Beispiel dafür ist das auch von den Stadtwerken betriebene Nahwärmenetz in Konken.

Der Vorteil für die Nutzer*innen dieser Wärme ist, dass sie selbst in ihren Gebäuden keine große Heizungsanlage mehr benötigen, sondern verlässlich und bequem mit Wärme der Stadtwerke versorgt werden.

Mehr Informationen zum Thema Nahwärme und Quartierskonzepte erhalten Sie hier.

 

Linkes BildIm blauen Kasten links verbirgt sich das Herzstück der Heizzentrale – das BHKW. Hier wird mit einem Gasmotor ein Generator angetrieben und Strom produziert. Die Abwärme des Motors wird für die Wärmeversorgung genutzt. Der sogenannte Spitzenkessel rechts dient zur der Ausfallsicherheit und wird zudem an besonders kalten Tagen genutzt.

Rechtes Bild: Michael Maute, technischer Leiter der Stadtwerke, erklärt, wie die Pufferspeicher, die der Speicherung überschüssiger Wärme dienen, funktionieren.

 

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