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Klimaschonende Ressourcennutzung: vom Auto bis zum Insektenhotel

 

So nachhaltig wie möglich leben – das ist das Ziel von Familie Ziehmer aus Jettenbach. Ein wichtiger Baustein dafür: die Umsetzung im Eigenheim. Wärme beziehen sie über eine Sole-Wasser-Wärmepumpe aus der Erde. Drei Sonden laufen dafür hinter dem Haus tief ins Erdreich hinein.  Unterstützt wird die Wärmepumpe durch einen Holzofen, der das untere Stockwerk beheizt und von September bis Mai im Einsatz ist. Durch eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und eine zusätzliche Dämmung nach unten wie nach oben ist das 1998 gebaute Haus dadurch äußerst wärmeeffizient.  Insgesamt können sie durch ihre kombinierte Wärmeversorgung komplett auf den Einsatz fossiler Brennstoffe, also Heizöl oder Erdgas, verzichten.

Die knapp 10 kW-starke Photovoltaik-Anlage auf dem Dach versorgt nicht nur den Haushalt mit klimafreundlichem Strom, sondern seit neuestem auch das Elektroauto. Das 2018 angeschaffte Elektroauto kann damit ¾ des Jahres versorgt werden. Gemanagt wird die Ladung  über eine selbstgebaute Steuerung. Sollten Sie auch über diese Kombination nachdenken, aber die Steuerung nicht selbst entwickeln wollen, kommt für Sie die Wallbox-Förderung der KfW in Frage. Für die Installation intelligenter Steuerungssysteme in Kombination mit einer Ladestation mit 11 kW Ladeleistung gibt es seit Ende letzten Jahres pauschal einen Zuschuss von 900€. Mehr Informationen finden Sie auf der Internetseite der KfW-Bank

Neben dem hauseigenen Stromverbrauch und dem Laden des Autos wird der selbst produzierte Strom auch für die Warmwasserversorgung im Haus genutzt. Außerdem achtet das Ehepaar darauf, Elektrogeräte wie Spül- und Waschmaschine insbesondere dann zu nutzen, wenn auf dem Dach Strom produziert wird.

Auch im Garten versucht Familie Ziehmer die naturgegebenen Ressourcen nachhaltig zu nutzen. Dazu haben sie eine Regenwasserzisterne mit einem Volumen von 4.500 l installiert, über die sie ihren Garten bewässern. Die klimatischen Veränderungen der letzten Jahre spüren sie hier deutlich. Während bis vor wenigen Jahren das Wasser aus der Zisterne ausgereicht hat, ist es in den letzten drei bis vier Jahren vermehrt dazu gekommen, dass sich der Wassertank komplett geleert hat. Aus diesem Grund hat das Ehepaar in diesem Frühjahr einen zusätzlichen Tank mit einem Fassungsvermögen von 3.000 Liter installiert.

Im Garten stehen neben der Zisterne noch ein gut besuchtes Insektenhotel, sowie ein Hochbeet, über das die Familie im Sommer eine Vielzahl an Gemüsesorten anbaut.

Auch das gehört für sie zu einem nachhaltigen Leben dazu.

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