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Glanbrücken erschafft ein Bienenparadies

 

In Glanbrücken in der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein ist in den letzten Wochen ein wahrhaftes Paradies für Bienen und auch andere Insekten entstanden. Auf Initiative eines ortsansässigen Imkers Karlheinz Groß hat Guido Hablitz, Ortsbürgermeister, zwei Flächen in seiner Gemeinde der Insektenwelt zur Verfügung gestellt. Zwischen dem Glanblies-Radweg und der Draisinenstrecke findet sich ein Streifen voller schmackhafter Blüten, ein anderer am Wohnmobilstellplatz an den Mühlen. Guido Hablitz, der auch an anderer Stelle in seiner Gemeinde den Klima- und Umweltschutz vorantreibt, sieht hier nicht nur Vorteile für die Bienenwelt: „Dieser Abschnitt zwischen Radweg und Draisinenstrecke war immer schwer zu mähen. Jetzt haben wir ein tolles Biotop geschaffen und sparen uns gleichzeitig das häufige Mähen – das ist quasi Win-Win!“

Artenvielfalt erlebbar machen

Neben einer Vielfalt an insektenfreundlichen Blüten finden sich auf der Blühwiese auch ein von OIE Westnetz bereitgestelltes und in Zusammenarbeit mit dem Umweltcampus Birkenfeld entworfenes Insektenhotel sowie sogenannte Klotzbeuten. Das sind von dem Glanbrücker Elias Niebergall selbst mit der Motorsäge hergestellte Bienenbehausungen. Durch eine Glasscheibe können Interessierte dann das wilde Treiben in der Beute bestaunen. Insgesamt legt Guido Hablitz Wert darauf, die Blühwiese nicht nur als Selbstzweck zu sehen: „Diese Blühwiesen sollen auch als Vorbild für die Bürgerinnen und Bürger dienen und Kinder begeistern, sich mit dem Thema der Artenvielfalt auseinanderzusetzen. Wir alle wissen, dass in den letzten Jahren die Artenvielfalt dramatisch zurückgegangen ist. Dabei brauchen wir gerade die Bienen für eine gesunde und nachhaltige Umwelt. Um das zu verdeutlichen, haben wir Infotafeln aufgestellt und versucht, die Flächen so anzulegen, dass sie zum Verweilen und Bestaunen einladen. Und bisher klappt das auch sehr gut!“, freut sich Hablitz. Die Gemeinde hat die Blühwiese außerdem so angelegt, dass bis in den Spätsommer hinein verschiedene Pflanzen in Blüte stehen und so den ganzen Sommer über ein Angebot für die Insekten besteht.   

Viele Projekte für den Umwelt- und Klimaschutz

Neben dieser Blühwiese passiert auch sonst viel in Glanbrücken, was dem Umwelt- und Klimaschutz zugutekommt. So wird derzeit ein neues Dorfgemeinschaftshaus gebaut, das über Wärmepumpe und Solaranlage einen Teil der benötigten Energie selbst produziert. Außerdem wird außerhalb des Ortes gemeinsam mit der Gemeinde eine Photovoltaik-Freiflächenanlage geplant, um dort klimafreundlichen Strom zu produzieren. Und auch der Angelsportverein engagiert sich seit Jahren, beispielsweise durch das Aufhängen von Vogelnist- und Fledermauskästen. Am und im Glan wurden in Zusammenarbeit mit der SGD SÜD Kiesbänke und Totholzbereich angelegt und verschiedene Sohlschwellen im Glanbett eingebaut. Durch diese Maßnahmen konnten die Lebensräume von Tieren und Pflanzen an und im Glan erheblich verbessert werden.

Glanbrücken zeigt: Umweltschutz geht auf vielen Ebenen, von der Gemeinde über den Verein bis hin zu hin zu jedem einzelnen Bürger und jeder einzelnen Bürgerin!

 

Bild 1:Das Insektenhotel bietet Platz für verschiedene Insekten. Die Schautafeln informieren über die Blühwiese und die Rolle der Biene.

Bild 2: Über ein Fenster können Interessierte das wilde Treiben in der Klotzbeute bestaunen.

 

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