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Quartierskonzepte und Nahwärme

 

Energetische Quartierskonzepte sind hoch geförderte Konzepte, durch die Umsetzungsstrategien für energieeffiziente Gemeinden entwickelt werden. Die einjährige Konzepterstellung beinhaltet dabei Bestands- und Potenzialanalyse, Handlungskonzept, Kosten- und Finanzierungspläne, sowie eine Umsetzungsstrategie und Erfolgskontrolle. Bei der gesamten Konzeptionierung liegt der Fokus auf der Beteiligung der Bewohner*innen der Gemeinde. Bei der Konzepterstellung können je nach Interesse und Voraussetzungen der Gemeinde verschiedene Schwerpunkte gewählt werden, wie beispielsweise Mobilitätskonzepte, Austausch der Straßenbeleuchtung, Steigerung der privaten Nutzung von Photovoltaik-Anlagen oder aber auch die Wärmeversorgung über Nahwärmenetze. 

 

Nahwärmenetze ermöglichen die Wärmeversorgung verschiedener Gebäude über kurze Strecken. Im Unterschied zu Fernwärme wird die Wärme in kleinen, dezentralen Einheiten realisiert. Dabei kommt die Wärme zum Beispiel aus Blockheizkraftwerken, die mit Biogas betrieben werden können, aber auch aus Solarthermie-Anlagen oder Erdwärmepumpen. Als nachhaltige Wärmeversorgung bieten Nahwärmenetze den Vorteil, dass zeitgleich viele Anwohner*innen auf klimafreundliche Wärme umsteigen können, ohne Einzellösungen für ihre Gebäude finden zu müssen. Mehr Informationen zum Thema Nahwärme gibt es hier.

 

Die Arbeitsgruppe Quartierskonzepte und Nahwärme setzt sich zum Ziel, im Landkreis die Wärmeversorgung über Nahwärmenetze zu steigern - dort, wo es sinnvoll ist. Unterstützend sollen daher Quartierskonzepte erstellt werden, die unter anderem die Potenziale der Wärmeversorgung über Nahwärmenetzen analysieren.

Beim ersten AG-Treffen am 28.04. hat die Energieagentur eine Übersicht über Quartierskonzepte und Nahwärmenetze präsentiert. Anschließend haben Friedrich Beck, Geschäftsführer der Stadtwerke, und Lutz Stötzer, 1. Beigeordneter aus Wahnwegen, Einblicke in die Praxis von Nahwärmenetzen und Quartierskonzepten gegeben. Beim Treffen wurde insbesondere die Notwendigkeit herausgestellt, Bürgermeister*innen und politische Gremien von den Vorteilen der Nahwärme zu begeistern - zu nennen sind hier vor allem die Steigerung der Standort- und Wohnqualität durch den Ersatz von individuellen Heizungen, aber auch die finanziellen Vorteile, die besonders vor dem Hintergrund der steigenden CO2-Bepreisung zunehmen werden. Um Ortsbürgermeister*innen diese Vorteile näher zu bringen, haben im Juni Informationsabende in allen Verbandsgemeinden stattgefunden. 38 Vertreter*innen aus 27 Gemeinden haben sich an diesen Abenden zu den Möglichkeiten vor Ort informiert. Einen Kurzbericht über die Abendveranstaltungen finden Sie hier.

Mehr Infos zur KfW-Förderung "Klimaschutz und Klimaanpassung im Quartier" finden Sie hier.

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