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Mit einer gemeinsamen Wärmeversorgung zukunftsfähige Gemeinden schaffen

27 Gemeinden nehmen an Informationsveranstaltungen teil

 

Immer deutlicher werden auch in Rheinland-Pfalz die Folgen des Klimawandels spürbar und beschäftigen die Menschen vor Ort. Gleichzeitig sorgt der seit diesem Jahr eingeführte und in den kommenden Jahren stetig ansteigende CO2-Preis auf fossile Brennstoffe für Handlungsdruck bei Hauseigentümer*innen, die mit Öl oder Gas heizen. Der Anteil an Öl- und Gasheizungen liegt dabei im Landkreis Kusel mit mehr als 90 % über dem Bundesdurchschnitt und bietet somit großes Potenzial für eine Umstellung der Wärmeversorgung auf Erneuerbare Energien.

Wie Gemeinden im Landkreis Kusel diese Herausforderungen gemeinsam mit ihren Bürger*innen angehen können, zeigten Informationsveranstaltungen des Klimaschutzmanagements des Landkreises in Zusammenarbeit mit der Energieagentur Rheinland-Pfalz. Die mögliche Lösung: Quartierskonzepte und Nahwärme.

An drei Abenden informierten Stefan Beyer und Mathias Orth-Heinz von der Energieagentur Rheinland-Pfalz in den drei Verbandsgemeinden des Landkreises über die Vorteile und Einsatzmöglichkeiten von Quartierskonzepten und Nahwärmenetzen. Im Vordergrund standen dabei die Steigerung der Attraktivität der Gemeinden durch eine zukunftsfähige, nachhaltige und für die Bürger*innen bequeme Wärmeversorgung, die aktive Einbindung der Bürger*innen in den Prozess mit Hilfe der Erstellung von Quartierskonzepten sowie die Steigerung der regionalen Wertschöpfung durch die Einbindung lokaler Dienstleister und Ressourcen wie Holz aus dem kommunalen Forst. Im Anschluss gaben Kurzvorträge der Stadtwerke Kusel und der Gemeinde Wahnwegen, die derzeit ein Quartierskonzept erstellt, einen Einblick in die Praxis vor Ort. Auch hier im Fokus: an den Ort angepasste Lösungen mit hoher regionaler Wertschöpfung. Abgerundet wurden die Abende durch eine Abschätzung der Nahwärmepotenziale aller teilnehmenden Gemeinden, um konkrete nächste Umsetzungsschritte aufzuzeigen.

Die Bilanz der Veranstaltungen: 27 Gemeinden mit insgesamt 38 Vertreter*innen, darunter zwei der Verbandsbürgermeister, haben sich an diesen Abenden informiert, durch rege Diskussionen konnten viele Fragen geklärt werden, die den Gemeinden unter den Nägeln brannten und die ein oder andere Gemeinde hat zusätzliche Motivation gefunden, das Thema vor Ort voranzubringen.

Nach diesen Veranstaltungen liegt der Ball nun im Feld der Orts- und Verbandsgemeinden. Die Vertreter*innen der Ortsgemeinden müssen sich in ihren Gemeinderäten verständigen, die Verbandsgemeinden werden über ein begleitendes Sanierungsmanagement nachdenken. Unterstützt werden die nächsten Schritte weiterhin von der Klimaschutzmanagerin Vera Schumann – und natürlich von der Energieagentur Rheinland-Pfalz. Gemeinden des Landkreises Kusel, die an den Abenden verhindert waren, sind herzlich eingeladen, sich bei Vera Schumann (E-Mail: vera.schumann@kv-kus.de) zu melden, um in den Prozess eingebunden zu werden.

Für am Thema interessierte Gemeinden findet außerdem am 8. Juli das „Regionalforum Wärmewende vor Ort: Nahwärmepotenziale erkennen und nutzen“, veranstaltet von der Energieagentur Rheinland-Pfalz in Kooperation mit dem Landkreis Kusel, statt. Weitere Informationen und Anmeldung finden Sie hier.

 

Bild 1: Vertreter*innen aus neun Gemeinden der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein fanden sich am 21.06. im Sitzungssaal Wolfstein ein.

Bild 2: Am 28.06. fand die Infoveranstaltung in Henschtal im Oberen Glantal statt. Elf Gemeinden waren vertreten, außerdem Verbandsbürgermeister Christoph Lothschütz. 

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