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Arbeitskreis Klimaschutz: Das Potenzial ist da, wie geht es weiter?

 

Am vergangenen Mittwoch, den 21. April, tagte am frühen Abend zum ersten Mal die Arbeitsgruppe „Regionale Wertschöpfung und Rohstoffsicherung“ unter Federführung der Klimaschutzmanagerin Vera Schumann und der Forstamtsleiterin Gabi Kleinhempel. Die AG ist Teil des Arbeitskreises Klimaschutz, der in diesem Jahr das Thema der Wärmewende bearbeitet. Als Grundlage der nachhaltigen Wärmeversorgung im ländlichen Raum werden in dieser Arbeitsgruppe die Potenziale im forstlichen und landwirtschaftlichen Bereich in den Fokus genommen. In diesem ersten Treffen tauschten sich vier Referent*innen und vierzehn Teilnehmende zwei Stunden lang über forstliche Potenziale im Landkreis Kusel aus, insbesondere zur energetischen Verwendung als Holzscheite, Pellets oder Holzhackschnitzel.

Die Potenziale sind vorhanden

Sowohl der Beitrag von Lukas Mock, Referent des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz, wie auch die Einschätzung von Gabi Kleinhempel, Leiterin des Forstamts in Kusel, zeigten, dass es gerade im forstlichen Bereich noch Potenziale gibt, die zur energetischen Verwendung, also zur Erzeugung von Wärme, genutzt werden können. Im Forst seien dies vor allem Nutzungsreserven bei der Waldpflege, die stetig steigende Menge an verbleibenden Resthölzer sowie die häufig ungenutzten Privatwälder. Aufgrund der knapp 18.000 Privatwaldbesitzer*innen im Landkreis stelle insbesondere dieser letzte Punkt eine große Herausforderung dar. Eine weitere Ausweitung der Potenziale stellte Axel Schönbeck, Betreiber der Kurzumtriebsplantage am Ingweilerhof, dar. Über die Bewirtschaftung von ertragsarmen Ackerflächen mit schnell wachsenden Hölzern lasse sich eine nachhaltige Wärmeversorgung gewährleisten, die zudem andere Vorteile wie Hochwasserschutz und eine gesteigerte Biodiversität bringe.

Eine Übersicht der Stoffströme ist das Ziel

Um die nachhaltige Versorgung mit regional produzierten forstlichen Rohstoffen für die Wärmewende zu gewährleisten, ist es notwendig, einen Überblick über die derzeitigen Stoffströme zu erstellen. Wie wird Holz aus der Region momentan verwendet? Wie viel verlässt den Landkreis? Woher beziehen Bürger*innen ihre Pellets und Holzhackschnitzel? Diese Fragen sollen bis zum nächsten AG-Treffen geklärt werden. Daher bitten die Organisatorinnen hier um Ihre Mithilfe: Sollten Sie selbst eine Biomasseheizung besitzen oder selbst Biomasse vertreiben, können Sie sich bei Vera Schumann (vera.schumann@remove-this.kv-kus.de) melden, um bei der Feststellung der Stoffströme zu unterstützen.

 

Foto: Landesforsten.RLP/Annais

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