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Service-Zeiten unserer Zensus-Erhebungsstelle.
Montag-Mittwoch 8:30 bis 12:00  und 14:00 bis 16:00
Donnerstag 8:30 bis 12:00 und 14:00 bis 17:00 
Freitag 8:30 bis 12:00

Vom 15. Mai bis zum 7. August wird der ZENSUS durchgeführt. Doch worum geht es dabei nochmal und was müssen die Bürgerinnen und Bürger beachten?

Im folgenden haben wir die wichtigsten Informationen für Sie zusammengefasst.

ZENSUS - was ist das?

Der Zensus ist eine statistische Erhebung - in Deutschland eine sog. registergestützte Bevölkerungszählung. Die rechtliche Grundlage ist im Zensusgesetz zu finden. Beim Zensus wird ermittelt, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten. Die Zahlen stellen eine wichtige Planungs- und Entscheidungsgrundlage für Politik, Verwaltung und Wirtschaft dar. Die Daten für den Zensus stammen in erster Linie aus den bereits vorhanden Verwaltungsregistern wie dem Melderegister. Nach dem Zufallsprinzip wird hierzu ein ausgewählter Teil der Bevölkerung befragt. Es werden Erhebungen in Haushalten und auch in Sonderbereichen wie z.B. Gemeinschaftsunterkünften oder Wohnheimen stattfinden.

Die Daten werden nur anonymisiert ausgewertet. Beim Zensus geht es nicht darum, etwas über die individuellen Lebensverhältnisse oder Einstellungen der Einwohnerinnen und Einwohner zu erfahren. Vielmehr bedeutet Statistik, dass Daten verallgemeinert, Summen gebildet und Durchschnitte berechnet werden – und gerade nicht der Einzelfall dargestellt wird. Die stichprobenartigen Befragungen sind nötig, weil in bestimmten Bereichen Menschen über die Melderegister nicht vollständig zu erfassen sind.

 

WANN GEHT ES KONKRET LOS UND WAS WIRD ERFASST?

Alle Angaben, die im Rahmen der Befragung gemacht werden, müssen sich auf den 15. Mai beziehen. Die stichprobenartigen Befragungen von Bürgerinnen und Bürgern beginnen am 16. Mai und dauern bis zum 7. August. Wiederholungsbefragungen sollen bis Ende Oktober abgeschlossen sein. Es ist vor allem eine registergestützte Volks-, Gebäude- und Wohnungszählung, um die amtliche Einwohnerzahl festzustellen, Strukturmerkmale zur Bevölkerung sowie zum Gebäude- und Wohnungsbestand zu gewinnen. Es geht um allgemeine Themenbereiche der Lebenssituation, etwa Angaben zur Haushaltsgröße, zum Namen, zum Geschlecht, zum Familienstand und zur Staatsangehörigkeit.

 

WAS HEISST REGISTERGESTÜTZT

Bereits vorhandene Behördendaten werden einbezogen und mit stichprobenartigen Haushaltsbefragungen verfeinert, die Genauigkeit der Daten wird so überprüft. Zudem werden ergänzende Informationen gewonnen, die nicht in den Verwaltungsregistern enthalten sind, beispielsweise der Bildungsstand oder die Erwerbsbeteiligung.

 

WIE VIELE MENSCHEN WERDEN BEFRAGT?

Für die Haushaltebefragungen werden circa zehn Prozent der Bevölkerung zufällig ausgewählt. In Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften wird es keine Stichproben, sondern eine vollständige Befragung geben – wegen hoher Fluktuationen sind die vorhandenen Daten häufig ungenau. Es geht beispielsweise um Alten- und Pflegeheime, Justizvollzugsanstalten oder Gemeinschaftsunterkünfte für Flüchtlinge. Die Einrichtungsleitungen übermitteln in einem Online-Fragebogen stellvertretend alle relevanten Informationen, zum Beispiel Anzahl und Namen der Bewohnerinnen und Bewohner. Eigens befragt werden aber Personen in Wohnheimen, da sie einen eigenen Haushalt führen.

 

MUSS MAN AUSKUNFT GEBEN?

Alle Personen, die an der Anschrift der Stichprobe wohnen, sind gesetzlich zur Auskunft verpflichtet. Wer die Auskunft verweigert, dem droht ein Zwangsgeld von mindestens 300 Euro. 

 

WAS PASSIERT MIT MEINEN DATEN?

Datenschutz hat höchste Priorität. Die Daten werden verschlüsselt, verschlüsselt übermittelt und geheim gehalten. Persönliche Angaben werden nicht weitergegeben und schnellstmöglich wieder gelöscht. Die Einzeldaten werden auch nicht an Dritte und auch nicht an Behörden außerhalb der Statistik weitergegeben. Sobald es möglich ist, werden die persönlichen Daten von den weiteren Angaben getrennt und gelöscht, um Rückschlüsse auf Personen auszuschließen. Um den Datenschutz einzuhalten, müssen die Erhebungsbeauftragten – die „Interviewer“ – eine Verpflichtungserklärung abgeben. Die Geheimhaltungspflicht besteht auch, wenn sie ihre Aufgabe erfüllt haben. Grundsätzlich unterliegen alle beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Interviewerinnen und Interviewer der gesetzlichen Schweigepflicht und der statistischen Geheimhaltungspflicht. Spätestens nach vier Jahren werden die erhobenen Daten gelöscht. Vor dem Interview gibt es eine rechtliche Unterrichtung, also eine Aufklärung über die Verwendung der Daten. Wer weitere Fragen hat, kann sich an die Datenschutzbeauftragten der Länder wenden, auch unter statistikportal.de im Bereich Datenschutz gibt es weitere Informationen.

 

WAS MACHEN DIE ERHEBUNGSBEAUFTRAGTEN?

Nach einer schriftlichen Ankündigung suchen sie die Personen an der Stichprobenadresse auf. Beim Termin des persönlichen Interviews stellen sie fest, wie viele Menschen dort leben. Ein Teil der Befragten muss zusätzlich in einem Online-Fragebogen (bei Bedarf kann auch ein Papierfragebogen genutzt werden) Auskunft zur Wohnsituation, zur Schul- und Ausbildung oder zur Erwerbstätigkeit geben. In wenigen Haushalten und Wohnheimen wird mit einer Wiederholungsbefragung die Qualität der Zensusergebnisse überprüft. In einem Online-Fragebogen beantworten zudem alle Personen mit Haus- und Wohnungseigentum oder deren Verwaltungen Fragen zu ihren Immobilien, zum Beispiel zu Baujahr, Größe, Ausstattung und Miete. Im Donnersbergkreis sind nach übergeordneten Vorgaben alle Haushalte für weitergehende Befragungen zu Erwerbstätigkeit, Ausbildung etc. vorgesehen, ausgenommen davon sind nur die Wohnheime und Gemeinschaftsunterkünfte. Hier werden nur Basisdaten erhoben.

 

WIE LANGE VORHER WERDE ICH ÜBER DEN TERMIN INFORMIERT - UND WAS IST, WENN ICH DANN NICHT KANN?

Eine Woche vorher werden die zu befragenden Personen über den Termin informiert. Wer dann nicht kann, sollte die Interviewerin oder den Interviewer kontaktieren, um einen Alternativtermin zu vereinbaren. Die Kontaktdaten sind in der Termininformation angegeben. Sollte ein Interviewer niemanden antreffen, gibt es einen zweiten Versuch. Ist auch dieser erfolglos, wird eine Mahnung zugeschickt mit der Androhung des Zwangsgelds.

 

WELCHE QUALIFIKATIONEN MÜSSEN DIE AUSGEWÄHLTEN INTERVIEWER MITBRINGEN?

Zuverlässig, verantwortungsbewusst, kontaktfreudig, redegewandt und selbstsicher sollen sie sein, sie müssen gewissenhaft und genau arbeiten und die vertraulichen Informationen für sich behalten. Zudem sollen sie zeitlich flexibel, mobil, volljährig sein und einen Wohnsitz in Deutschland haben. Ebenso sollten sie über gute Deutschkenntnisse verfügen, Fremdsprachenkenntnisse sind von Vorteil. Sie werden ausführlich geschult und erhalten für ihre ehrenamtliche Tätigkeit eine Aufwandsentschädigung.

 

WER KANN MIR WEITERE INFORMATIONEN GEBEN?

Die Erhebungsstelle des Kreisverwaltung Kusel, Trierer Str. 49-51, 66869 Kusel, Telefon 06381 424-0, E-Mail: Zensus.Info@remove-this.KV-KUS.de


Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.zensus2022.de. Dort gibt es auch ein Informationsangebot in leichter Sprache, Gebärdensprache und – neben Deutsch – in bis zu 15 weiteren Sprachen. Auch die Online-Fragebögen sowie Musterfragebögen sind auf dieser Seite zu finden.

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