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LAG Selbsthilfe Rheinland-Pfalz bietet Unterstützung für geflüchtete Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen aus der Ukraine

Der Krieg in der Ukraine hat jetzt schon viele Ukrainer:innen in die Flucht getrieben. Zahlreiche Menschen warten an Grenzübergängen oder sind mittlerweile schon in der EU angekommen.

Unter diesen Menschen befinden sich sicherlich auch viele Menschen mit Behinderungen und/oder chronischen Erkrankungen. Sie mussten mitunter ohne notwendige Hilfsmittel oder Medikamente fliehen und wissen nicht, wo sie untergebracht werden und von wem sie Hilfe bekommen können.

Die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen Rheinland-Pfalz e.V. (LAG Selbsthilfe RLP) will geflüchteten Menschen, die in Rheinland-Pfalz ankommen, direkt bzw. über ihre 55 Mitgliedsorganisationen Unterstützung anbieten.

Aufnahmeeinrichtungen, Organisationen, private Unterstützer:innen - und natürlich auch die geflüchteten Menschen selbst - können uns kontaktieren. Wir suchen Ansprechpartner:innen von Selbsthilfeorganisationen, die merkmalsspezifisch in der Nähe unterstützen können.

Oliver Pfleiderer, der Vorsitzende der LAG Selbsthilfe RLP und Geschäftsführer des Landesverbandes der Menschen mit Spina bifida (ARQUE e.V.), äußert sich hierzu: "Wir wollen Hilfestellung bei der Suche nach geeigneten Behandlungsstellen geben oder bei der Erstversorgung mit wichtigen Hilfsmitteln wie Kathetern, Sonden etc. unterstützen. Über unser Netzwerk haben wir auch medizinische Ansprechpartner:innen, wenn spezielles Know-How gefragt ist".

Geschäftsführer Johannes Schweizer ergänzt: "Unsere Mitgliedsverbände wissen, wer sich im Land besonders gut auskennt und wie man schnell an geeignete Unterstützung kommt."

Beide gehen davon aus, dass ankommende Menschen von der bereits seit 2015 etablierten Struktur für geflüchtete Menschen profitieren werden können.

Die LAG Selbsthilfe RLP ergänzt das Beratungsangebot ihrer Mitglieder und fungiert als Ansprechpartnerin für alle grundlegenden Fragestellungen rund um Behinderungen und chronische Erkrankungen - auch für Mitarbeiter:innen vor Ort.

Oliver Pfleiderer formuliert ein Beispiel: "Bei unserem Verband ARQUE für Menschen mit der angeborenen Querschnittlähmung Spina bifida ist eine Pflegekraft tätig, die sich speziell mit dem Bereich der Inkontinenz beschäftigt. In solchen Lebensbereichen geht es auch darum, Folgeschäden zu vermeiden, die mitunter bei fehlender Pflege schnell eintreten können. Zudem benötigen viele Menschen mit Körperbehinderungen ein Pflegebett und barrierefreie Sanitäranlagen“.

Die LAG Selbsthilfe RLP ist in engem Austausch mit dem Integrationsministerium RLP, dem Landesbehindertenbeauftragten und den Trägern der Aufnahmeeinrichtungen.

Als Hilfeportal mit Kontaktmöglichkeit wurde eigens die Homepage www.selbsthilfehilft.org geschaltet. Hier gibt es auch Informationen in ukrainischer Sprache.


Kontakt für Unterstützungsanfragen:
LAG Selbsthilfe von Menschen mit Behinderungen und
chronischen Erkrankungen Rheinland-Pfalz e.V.
Kaiserstr.42, 55116 Mainz
Telefon: 06131-336280 (Erreichbarkeit: Montag bis Freitag von 08:00-16:00 Uhr)
E-Mail: j.schweizer@lag-sb-rlp.de pfleiderer@lag-sb-rlp.de
Homepage: https://www.lag-sb-rlp.de/

In dringenden Fällen erreichen Sie uns auch am Wochenende per E-Mail

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