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21.09.2022

Gründung eines Nahwärmenetzwerks

Gut besuchtes Auftakttreffen in Henschtal

Was kann eine Gemeinde tun, um ihre Bürger:innen bei der Bewältigung der Wärmewende zu unterstützen? Wie kann die Beheizung der Gebäude in den Ortsgemeinden und Städten im Landkreis Kusel komplett ohne fossile Energieträger erfolgen?

Diese Frage stellen sich mit Sicherheit alle Ortsgemeinden und Städte im Land­kreis. Derzeit befassen sich elf Kommunen aktiv mit dieser Frage und bearbeiten intensiv das Thema der Nahwärme. Die Bearbeitungsstände sind recht unter­schiedlich, aber dennoch verfolgen alle das Ziel einer Wärme­versorgung ohne fossile Energieträger.

Die Akteure trafen sich auf Einladung von Landrat Otto Rubly am Diens­tag, den 06.09.2022 in der Henschtalhalle, um ein Nah­wärmenetz­werk zu gründen und sich über das Thema auszutauschen. Trotz der großen Individualität jeder einzelnen Kommune ergeben sich doch immer sehr ähnliche Fragestellungen und auch die gleichen Hürden und Probleme.

Nach einer Begrüßung der Gäste durch die beiden Klimaschutzmanager Felix Fauß (VG Oberes Glantal) und Frederik Staudt (VG Lauterecken-Wolf­stein) be­grüßte auch Landrat Otto Rubly die Anwesenden und verdeut­lichte die Not­wendigkeit einer neuartigen und erneuerbaren Wärmeversor­gung im Landkreis. Bevor sich die Projektgruppen vorstellten, präsentierte René Morgenstern, Bürgermeister der Ortsgemeinde Wahnwegen, die Ent­wicklungen des Nahwärme­projektes in seiner Gemeinde. Hier ist es geplant, mit einem strombasierten Nah­wärmenetz alle Häuser innerhalb der Ortslage mit Wärme zu versorgen.

Zum Abschluss hatten alle Akteure die Möglichkeit ihre Wünsche und An­regungen für das nächste Treffen mit dem Klimaschutzmanagement zu teilen. Neben dem Landkreis Kusel und den Verbandsgemeinden wird das Netzwerk auch durch die fachliche Expertise der Energieagentur Rheinland-Pfalz unterstützt.

Für viele Menschen im Landkreis stellt sich trotz der vielen Aktivitäten im Land­kreis immer noch die Frage: Was ist eigentlich diese Nahwärme?

Nahwärme beschreibt ein System, in welchem die angeschlossenen Häuser über Wärmeleitungen mit der benötigen Wärme - in Form von warmem Wasser - ver­sorgt werden. Ein Vorteil der Nahwärme ist es, dass die benö­tigten Vorlauf­temperaturen gewährleistet werden können und keine Änderungen an der Wärmeverteilung im Haus selbst vorgenommen werden müssen. Die Ver­änderungen begrenzen sich lediglich auf den Heizungskeller oder Haus­wirtschaftsraum.

Die benötigte Wärme wird zentral in einer Heizzentrale bereitgestellt. Eine solche Heizzentrale hat den Vorteil, dass hier unabhängig von fossiler Ener­gie für viele Häuser Wärme gemeinsam bereitgestellt werden kann. Die Energieerzeugung ist vollkommen technologieoffen. Von dem Einsatz von Biomasse über den Einsatz von Solarthermie bis hin zur Nutzung von strom­basierten Systemen ist jede Form der Energieerzeugung denkbar. Nur so kann es gelingen, viele Häuser gleichzeitig unabhängig von den fossilen Energieträgern mit Wärme zu versorgen und viele veraltete Heizsysteme außer Betrieb zu setzen.

Für alle Fragen rund um das Thema der Nahwärmeversorgung stehen Ihnen die Klimaschutzmanager der Verbandsgemeinden gerne zur Verfügung:

Felix Fauß, VG Oberes Glantal                 Frederik Staudt, VG Lauterecken-Wolfstein
Telefon: 06373 504-118                         Telefon: 06382 791-145
Mail: f.fauss@vgog.de                            Mail: frederik.staudt@vg-lw.de

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