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22.06.2022

Smart-City: Beteiligungsworkshop Wirtschaft „Wir müssen positiver über unsere Region reden“

Viele neue Ideen, um den Landkreis Kusel fit für die Zukunft zu machen

Regionalmarketing, um eine Marke „Landkreis Kusel‘ aufzubauen sei das A und O für eine starke Region, die als Wirtschaftsstandort attraktiv ist und Fachkräfte gewinnen kann. So die Ergebnisse eines Beteiligungsworkshops, die der Landkreis mit Wirtschaftsakteuren durchführte.

Ein Text von Marina A. Henn

Aufbruchsstimmung und kreative Ideen gab es viele, als Landrat Otto Rubly gemeinsam mit Chief Digital Officer (CDO) Kira Keßler auf die Wirtschaftsakteure im Landkreis Kusel traf. Der Rahmen: ein Beteiligungsworkshop, um die Menschen vor Ort anzuhören und mitzunehmen. Der erste einer Reihe von Workshops, die Land l(i)eben – digital.gemeinsam.vorOrt, das Smart City-Projekt des Landkreises, in diesem Jahr zu verschiedenen Bereichen noch anbieten wird. Das Fazit der Veranstaltung war schnell klar: „Wir müssen positiver über unsere Region reden“, sagt Rubly. Das sei wichtig, sowohl um als Wirtschaftsstandort attraktiv zu sein, als auch für die Fachkräftegewinnung.

Kusel liegt in der Mitte Europas

Regionalmarketing war das bestimmende Thema des Abends, zu dem 24 Teilnehmende vor Ort kamen oder sich online beteiligten. „Aus Kusel in die Welt“ und „Hashtag KuselGo“ stellte ein Teilnehmer in den Raum und verwies damit auf lokale Initiativen für die Mitarbeitergewinnung und die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts. Auch auf die Lage des Landkreises in der Mitte Europas und den europäischen Gedanken wurde Bezug genommen. Schnell wurde klar, dass es Fragen gibt, die sich der Landkreis stellen muss: Wie kann man ein Image für eine Marke „Landkreis Kusel“ aufbauen, was gibt es hier schon Betonenswertes, warum lohnt es sich hierzubleiben? Nicht nur, aber auch wegen einer hervorzuhebenden regionalen Verbundenheit. Spaß und Erlebnisse in der Region seien dabei unerlässlich, um Fachkräfte zu binden. Dabei spielt nicht nur die Mitarbeitergewinnung für kreative Wirtschaftsleute eine Rolle, sondern auch für das Handwerk.

Angebote bündeln, Lebensqualität steigern

Neben dem, was man mit der Region verbindet, spiele natürlich auch das Marketing der Unternehmen eine Rolle. Unterstützungsbekenntnisse für solche und andere Themen der Digitalisierung kamen von den anwesenden Wirtschaftsförderern der Verbandsgemeinden und des Landkreises sowie der IHK. Ein Best Cases wurde von Nadine Lutz von der Kaffeemanufaktur Reismühle vorgestellt, die damit in der Pandemie neue Wege gegangen ist. Unterstützt wurde sie dabei vom Team der Marketingagentur zweiplan. Das ist sowohl ein Thema für die anwesenden als auch für lokale Initiativen, die Angebote digital ggf. auf einer Plattform bündeln könnten – für Einwohner und Touristen. So eine weitere Idee des Abends, um beispielsweise Freizeitangebote und Gastronomie zu stärken sowie den Einzelhandel, um die Lebensqualität vor Ort zu steigern.

Gemeinsam an der Zukunft der Region arbeiten

Neben dem Marketing wurde unter anderem noch die Bedeutung einer guten Infrastruktur hervorgehoben. CDO Keßler ist begeistert am Ende der Veranstaltung: „Wir haben uns tolle Impulse erhofft und die haben wir auch bekommen. Wir möchten gemeinsam mit den Wirtschaftsakteurinnen und -akteuren Projekte schaffen, die in den Raum wirken und so die Region attraktiv mit Hilfe von Digitalisierung zu gestalten. Wir wollen auch weiterhin mit ihnen ins Gespräch kommen“. Sie stellte in Aussicht, dass man gemeinsam in Arbeitsgruppen an den Themen des Abends weiterarbeiten wolle und auch die Ideen online zur Beteiligung zugänglich machen möchte. Der Abend endete mit dem Wunsch der Teilnehmenden, eine Zukunft für die Region gemeinsam aufbauen zu wollen und die Potenziale zu nutzen.

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