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17.12.2020

Information des Gesundheitsamtes - Quarantäne: Wer, warum, wie lange?

Das Land Rheinland-Pfalz hat eine Absonderungs-Verordnung erlassen. Diese ist seit 09.12.2020 gültig.  Sie regelt die Absonderung von auf das Corona-Virus positiv getesteten Personen, von krankheitsverdächtigen Personen und deren Haushaltsangehörigen und Kontaktpersonen.

Das ist NEU:

+++ UNBEDINGT BEACHTEN +++

Folgende Personen müssen sich
SOFORT UND OHNE ANORDNUNG DURCH DAS GESUNDHEITSAMT 
selbstständig in häusliche Quarantäne begeben:

  • Positiv getestete Personen (PCR-Test oder Schnelltest)

  • Haushaltsangehörige einer positiv getesteten Person

  • Kontaktpersonen der Kategorie I (= enge Kontaktpersonen)

  • Covid-19-Krankheitsverdächtige und

  • Kontaktpersonen aus dem Bereich Schule/ KiTa

  • weiterhin natürlich Reiserückkehrer aus Risikogebieten

Ein Quarantäne-Bescheid wie bisher ergeht nicht mehr. Die Pflicht sich beim Gesundheitsamt zu melden besteht weiterhin
(E-Mail: coronainfo@kv-kus.de, Tel. 06381/424-0).

In sofortige Quarantäne müssen sich begeben:

Quarantänedauer (in der Regel):

1. Positiv Getestete
   (mit PCR- oder Schnelltest)

mind. 10 Tage (ab PCR-Abstrichergebnis) UND
mind. 48 Std. beschwerdefrei  

Positiv Getestete sind verpflichtet, die Personen zu informieren, zu denen seit 2 Tagen vor Abstrichentnahme ein enger persönlicher Kontakt bestand (länger als 15 Minuten und mit einem Abstand von 1,5m ohne das beiderseitige Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, oder längere Zeit gemeinsamer Aufenthalt in einem schlecht oder nicht belüfteten Raum).
Für positiv getestete Personen, bei denen das positive Testergebnis auf einem Schnelltest beruht, endet die Quarantäne nach Vorliegen eines negativen PCR-Tests.

2. Haushaltsangehörige einer positiv
    getesteten Person

14 Tage
berechnet ab dem Abstrichtag des positiv Getesteten in der Familie;
Verkürzung mit  negativem Test frühestens am 10. Tag möglich (PCR- oder Schnelltest)

Haushaltsangehörige müssen sich unverzüglich absondern, nachdem sie von der corona-positiven Person im Hausstand erfahren haben. Sie müssen das zuständige Gesundheitsamt über den Beginn der Absonderung informieren und außerdem unverzüglich telefonisch oder per E-Mail kontaktieren, wenn typische Symptome (insbes. Fieber, trockener Husten, Störung des Geschmacks- oder Geruchssinns) auftreten.

3. Andere enge Kontaktpersonen (Kat. 1)
   
(Nicht-Haushaltsangehörige)

14 Tage (seit letztem Kontakt)
Verkürzung mit negativem Ergebnis frühestens am 10. Tag möglich (PCR- oder Schnelltest)

Andere enge Kontaktpersonen müssen sich unverzüglich absondern, sobald sie von ihrem engen Kontakt mit einer positiv getesteten Person erfahren.
Gilt nicht für Personen, die bereits selbst positiv getestet wurden, die aber symptomfrei sind und deren Absonderung beendet ist.
Achtung: Sollte sich ein positiver Schnelltest bei einer PCR-Nachtestung nicht bestätigen, endet auch die Quarantäne der Kontaktpersonen. Die getestete Person hat das negative Testergebnis unverzüglich dem zuständigen Gesundheitsamt zu melden. Das zuständige Gesundheitsamt teilt Kontaktpersonen der Kategorie I mit, dass sie sich nicht mehr absondern müssen.

4. In sofortige Quarantäne muss sich auch
    begeben, wer krankheitsverdächtig ist

Quarantäneende

(Gilt nicht für enge Kontaktpersonen!)

Covid-19-Krankheitsverdächtig ist eine Person mit Corona-typischen Symptomen (insbes. Fieber,
trockener Husten, Störung des Geschmacks- und Geruchssinns)

                                                                    UND

bei der

a) ein PCR-Test bereits durchgeführt wurde, das Testergebnis aber noch aussteht.

sofort mit negativem PCR-Test

                                                                    ODER

b) das Gesundheitsamt einen PCR-Test angeordnet hat; Test wurde noch nicht durchgeführt
    oder das Testergebnis steht noch aus.

sofort mit negativem PCR-Test

     

+ + + B I T T E  B E A C H T E N + + +

Das zuständige Gesundheitsamt erstellt AM ENDE DER QUARANTÄNEZEIT eine Bescheinigung über die Dauer. Diese Bescheinigung kann als Nachweis zur Begründung eines Anspruchs auf Entschädigung gemäß § 56 IfSG verwendet werden.


Stand: 16.12.2020

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