Sie befinden sich hier

02.07.2020

Landrat zu Besuch bei der Metzgerei Braun 

vlnr.: Wirtschaftskoordinator Christian Dingert, Lukas Braun, Landrat Otto Rubly und Katharina Braun

Hygienestandards und Regionalität ein Thema

Nach den jüngsten Vorfällen bei Tönnies sind die fleischverarbeitenden Betriebe in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt.

Doch nicht überall sind die Bedingungen so, wie in den großen „Fleischfabriken“. Wie sieht es bei uns im Landkreis aus, und mit welchen Problemen haben mittelständische Betriebe, wie etwa die Metzgerei Braun in Konken in der aktuellen Situation zu kämpfen?

Dies hat Landrat Rubly gemeinsam mit dem Wirtschaftskoordinator des Landkreises Christian Dingert zum Anlass genommen, dem Betrieb einen Besuch abzustatten.

Die Metzgerei Braun ist ein Traditionsbetrieb in unserer Region, der mittlerweile in der 5. Generation familiengeführt ist, knapp 200 Mitarbeiter beschäftigt  und 17 eigene Filialen betreibt. Geschäftsführer Lukas Braun betont: „Wir sind kein Schlachthof, sondern immer noch eine traditionelle Metzgerei mit Filialen und eigener Schlachtung“.  Am Standort Konken, an dem geschlachtet wird und an dem sich die Produktion befindet, sind rund 50 Mitarbeiter beschäftigt. Die Beschäftigen wohnen alle in der Region und sind direkt bei der Metzgerei Braun angestellt. „Wir arbeiten nicht mit Werkverträgen oder Subunternehmen“, ergänzt seine Tante Katharina Braun, die gemeinsam mit ihrem Neffen den Betrieb führt.

In der Region für die Region

Denn Qualität und Regionalität sind die Grundsätze, nach denen das Unternehmen seit jeher arbeitet. Die Schlachttiere stammen von ausgewählten Höfen aus der pfälzischen Umgebung, was kurze Transportwege (maximal 50 Kilometer) und daher möglichst wenig Stress für die Tiere bedeutet. Der eigene Transport sowie die eigene Schlachtung und die Mitarbeit eines Tierschutzbeauftragten stellen einen sorgsamen Umgang mit den Tieren sicher.

Beide Geschäftsführer betonen im Gespräch mit Landrat Ruby und dem Wirtschaftskoordinator Christian Dingert, dass sich das Unternehmen nicht nur in Corona-Zeiten seiner Verantwortung als Lebensmittelproduzent bewusst ist. Der gesamte Produktionsprozess liegt in einer Hand und es gelten generell hohe Hygienestandards. Ein sehr leistungsfähiges Qualitätsmanagement stellt sicher, dass diese bei allen Verarbeitungsschritten  eingehalten werden.

Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden die Maßnahmen weiter angepasst. Es wurde  speziell für die Corona-Problematik ein weiteres Hygienekonzept erarbeitet und umgesetzt. Beispielsweise ist der Verkauf „ab Werk“  zurzeit nur auf Vorbestellung möglich.

Rubly und Dingert, der auch dem Krisenstab der Kreisordnungsbehörde  angehört, konnten sich - unter Einhaltung aller Vorgaben -  vor Ort ein Bild von der Produktion und den Arbeitsabläufen bei der Metzgerei Braun machen.

„In Zeiten wie diesen zahlt es sich aus, auf Qualität und Regionalität zu setzen“ , so das Resümee von Landrat Rubly.

Kontextspalte