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30.04.2020

Schutzmasken aus dem 3D-Drucker

In Zeiten von Corona entstehen viele neue unkonventionelle Projekte, um einen Beitrag zur Bewältigung der Krise, zu leisten – so auch im Landkreis Kusel.

Axel Schmidt, Leiter des Kreismedienzentrums und Konrektor der Realschule plus Kusel stellt mit Hilfe eines 3D-Druckers Gesichtsschutzvisiere her.

In Zusammenarbeit mit dem pädagogischen Landesinstitut in Mainz entstand die Idee, mit dem 3D-Drucker des Medienzentrums Halterungen für Visiere zu drucken, diese mit einer Plexiglasscheibe zu versehen und an Institutionen und Ärzte der Umgebung kostenfrei zu verteilen. Die Materialkosten übernimmt das Bildungsministerium.

„Wir haben überlegt, wie wir in diesen Krisenzeiten unterstützen können – und mit der Herstellung der Visiere können wir in der Krise einen kleinen Beitrag für die Gemeinschaft leisten, so der Initiator Axel Schmidt.

Bisher hat Axel Schmidt 30 Visiere hergestellt und dem Gesundheitsamt Kusel eine erste Charge zur Verfügung gestellt. Auch die Coronapraxis in Kusel, die Corona-Ambulanz und einige niedergelassene Ärzte haben bereits Erzeugnisse aus dem 3-D Drucker erhalten. Die nächsten Visiere sind bereits in Arbeit und können in Kürze ihrer Bestimmung übergeben werden.

„Diese Aktion ist toll“, findet Carmen Draeger-Günther, Leiterin der Abteilung Ernährung, Gesundheit und Soziale Dienste der Kreisverwaltung Kusel, „sie ist ein Beispiel für die Kreativität und Solidarität der Menschen im Landkreis.“

 

Das kommunale Medienzentrum ist eine Einrichtung des Kreises und unterstützt Schulen, Kitas, Studienseminare und Institutionen der Jugend- und Erwachsenenbildung vor Ort  in allen Bereichen der Medienarbeit durch Beratungen und Fortbildungen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit technische Geräte und Lernmaterialien auszuleihen, wie z.B. einen iPad-Koffer, GPS-Geräte, 3D-Brillen, eine 3D-Actionkamera, einen Lernkoffer zum Thema Gehirn und eine Lernbox mit Calliope mini´s.

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