Sie befinden sich hier

20.01.2020

„Christoph 66“: Antrittsbesuch der ADAC Luftrettung bei Landrat Otto Rubly

(v.l.n.r): Bernd Wagner (Pilot, Stationsleiter), Landrat Otto Rubly, Rüdiger Neu (Pilot, Flugbetriebsleiter Süd-West), Andreas Rippe (Notfallsanitäter, Leitender TC HEMS), Dr. Jens Schwietring (Hubschrauberarzt, Regionalleiter Medizin West), Eike Maxin (Notfallsanitäter, ab 1.2.2020 neuer leitender TC HEMS)

Landkreis Kusel: Die Besatzung von „Christoph 66“, dem seit September 2019 in Eßweiler stationierten Rettungshubschrauber der gemeinnützigen ADAC Luftrettung, stattete Landrat Otto Rubly zum Jahresbeginn einen Antrittsbesuch ab. Erstes Ziel war ein gegenseitiges Kennenlernen und ein Gedanken- und Informationsaustausch. Die Crew  berichtete über die Arbeit der ersten Monate und den Aufbau der notfallmedizinischen Versorgung aus der Luft, bei der an­fangs wegen des um rund sechs Wochen vorgezogenen Starts einiges improvi­siert werden musste. In Kürze werde die Unterbringung  komfortabler - die Wohnwagen werden durch moderne Stationscontainer ersetzt und es werde eine Unterstellmöglichkeit für den Hubschrauber geben. Die Besatzung be­dankte sich besonders für den offenen und hilfsbereiten Empfang in Eßweiler – sowohl vom Segelflugverein als auch von den Bürgerinnen und Bürgern der Ortsgemeinde. Der auf dem Gelände des Segelflugvereins in Eßweiler stationierte neue Inten­sivtransport- und Rettungshubschrauber (ITH) der ADAC Luftrettung war in den ersten vier Monaten bereits rund 400-mal ausgerückt, das entspricht  3-4 Einsätzen pro Tag. Durchschnittlich war er zu den Einsätzen in einem Radius von zehn bis 30 Kilometern unterwegs, in rund 70 Prozent der Fälle im Rettungsdienstbereich Kaiserslautern, und dort vor allem im Landkreis Kusel (rund 26 Prozent), in der Stadt und dem Landkreis Kaiserslautern (rund 20 Prozent) sowie dem Donnersbergkreis (rund 16 Prozent). Die sog. Primäreinsätze, also Einsätze im Notfall, machten fast 80 Prozent der bisherigen Flüge aus. Die Retter aus der Luft werden dabei von der Leitstelle Kaiserslautern, die alle Einsätze in der Westpfalz koordiniert, angefordert und zu den entsprechenden Einsatzorten geschickt. „Die Zusammenarbeit mit den bodengebundenen Rettungsdiensten ist sehr gut“, betont Hubschrauberarzt Dr. Jens Schwietring, Regionalleiter Medizin West, „wir entscheiden gemeinsam mit den Kollegen im Einzelfall, was in der jeweiligen Situation für den Patienten die beste Vorgehensweise ist, und auch, in welcher Klinik die weitere Versorgung der Patienten erfolgen soll.“ Klarer Vorteil des Hubschraubers ist seine Einsatz­geschwindigkeit und seine Unabhängigkeit von schwierigen Straßen- und Verkehrslagen, erklärte Pilot Rüdiger Neu, Regionalleiter Flugbetrieb Süd-West. Als sog. Dual Use Hubschrauber eignet sich „Christoph 66“ auch für Ver­legungstransporte – diese haben in den letzten vier Monaten rund 14% der Einsätze ausgemacht. Diese Spezialtransporte werden von einer Koordinierungsstelle des Landes beauftragt. Das erste Fazit der neuen Lebensretter aus der Luft fällt positiv aus: „Wir sind von den Menschen in der Westpfalz sehr freundlich empfangen worden. Die Zusammenarbeit mit den Rettungsdiensten vor Ort ist sehr professionell und mit den Ärzten in den Kliniken der Region sind wir zudem in engem Austausch, um die Patientenübergabe noch weiter zu optimieren“, resümierte Dr. Schwietring. Eine umfassende ärztliche Versorgung der Menschen in der Region besteht aus dem Vorhandensein und dem Zusammenspiel von drei Komponenten: der hausärztlichen Versorgung, der vorhandenen Klinikstruktur und dem Rettungsdienst.  „Unser Ziel muss es sein, mit der dauerhaften Stationierung eines Rettungs­hubschraubers im Rettungsdienstbereich Kaiserslautern die bisherige Versor­gungslücke in diesem Bereich zu schließen“, betont Landrat Rubly, „unsere erste Priorität ist die Sicherstellung einer wohnortnahen ärztlichen Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger, und dazu gehört eben auch der Einsatz eines Rettungshubschraubers in der Westpfalz.“

Kontextspalte