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Biotonne - ein erstes Fazit


Seit dem 1.1.2019 wird im Landkreis Kusel der Biomüll getrennt gesammelt. 

Die ersten Auswertungen der im Januar angelieferten Abfallmengen haben gezeigt, dass der Anteil des Bioabfalls ca. 42%, also fast die Hälfte, unseres gesamten Abfalls ausmacht.

Viele Bürgerinnen und Bürger nutzen die neue Tonne und entsorgen ihre organischen Abfälle nicht mehr im Restmüll, sondern in der Biotonne. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur kommunalen Energiewende. Aus den Abfällen wird in einer Vergärungsanlage Biogas und Kompost. Sie werden dann – ganz im Sinne Kreislaufwirtschaft – wieder dem natürlichen Stoffkreislauf zugeführt.

Damit kann jeder einen kleinen Beitrag für eine „saubere Zukunft“  leisten.

Anträge auf Befreiung von der Biotonne - Kontrolleure unterwegs

Zurzeit sind im Landkreis Mitarbeiter der Kreisverwaltung zur Bearbeitung der  Anträge auf Befreiung von der Biotonne unterwegs. Dabei werden die Befreiungsvoraussetzungen bei den Antragstellern vor Ort überprüft.

Dabei hat sich gezeigt, dass viele Antragsteller die Voraussetzungen für eine Befreiung nicht oder nur teilweise erfüllen, was dann in der Konsequenz zu einer Ablehnung des Befreiungsantrages führen wird.

Wir möchten Sie an dieser Stelle daher nochmals auf die Voraussetzungen für eine Befreiung von der Biotonne hinweisen:

·         fachgerechte Eigenkompostierung mit einem Thermokomposter (geschlossener Komposter)

·         Alle auf dem Grundstück und im Haushalt anfallenden Bioabfälle werden der Eigenkompostierung zugeführt (Grünschnitt kann weiterhin zu den Grünschnittsammelstellen gebracht werden)

·         Verwertung des entstehenden Komposts auf dem eigenen Grundstück

·         Gartenfläche von mindesten 40 m² pro Person im Haushalt erforderlich

Haben Sie einen Antrag gestellt und sind nicht sicher, ob Sie die Voraussetzungen erfüllen? Dann können Sie sich gerne telefonisch unter der Nummer 06381/424-440 mit uns in Verbindung setzen!

 

 

Da es bezüglich der Verwertung von Bioabfällen immer wieder zu Fragen kommt, hier nochmal einige grundlegende Informationen:

Grundsätzlich gilt: Der Komposthaufen ist keine Biotonne! Nicht alle Abfälle, die in der Küche oder im Garten anfallen, eignen sich zum Kompostieren. 

Für einen „guten“ Kompost ist das Mischungsverhältnis der einzelnen Abfälle wichtig, denn die Mikroorganismen brauchen zur Zersetzung des Abfalls das richtige Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis. Achten Sie daher darauf, dass Sie immer eine gewisse Balance zwischen feuchten und trockenen, groben und feinen sowie kohlenstoffreichen (Laub, Baumschnitt, Strauchschnitt) und stickstoffreichen (Bioabfälle, Grasschnitt, Kaffee- und Teereste) Materialien haben.

Nicht auf den Kompost gehören:

·         Abfälle von Zitrusfrüchten

·         Essensreste von gekochten Mahlzeiten oder verdorbene Lebensmittel

·         tierische Abfälle, wie z.B. Wurst, Fleisch, Fisch, Knochen sowie

·         Käse- und Milchproduktereste

Strenger Geruch, Ungeziefer, Ratten, Schimmel und unverrottbare Abfälle können die Folge von unsachgemäßer Kompostierung sein – denken Sie bei der Entsorgung Ihrer Abfälle an diese möglichen Folgen für sich, Ihre Nachbarn und die Umwelt.

Die Biotonne ist eine notwendige Ergänzung zur Eigenkompostierung, denn alle biogenen Abfälle, die nicht auf den Kompost dürfen, können Sie nur in der Biotonne entsorgen!

 

 

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