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Energiespartipps

Stand: Oktober 2017

Tipp der Woche

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Energiebewusstsein bringt Einsparung

Bildquelle: ista/dena

Kennen Sie Ihren Energieverbrauch? Die Ergebnisse des Modellvorhabens „Bewusst heizen, Kosten sparen“ der Deutschen Energie-Agentur (dena) zeigen, dass durch Verbrauchstransparenz Effizienz geschaffen wird. Das Ergebnis des Modellvorhabens: Die Haushalte, die monatlich über ihren Heizenergieverbrauch informiert wurden, konnten diesen im Durchschnitt um zehn Prozent senken. Im Vergleich dazu sank in den Haushalten ohne kontinuierliche Informationen der Heizenergieverbrauch nur minimal.

Weitere Informationen zum Modellvorhaben finden Sie Öffnet externen Link in neuem Fensterhier sowie im dazugehörigen Öffnet externen Link in neuem FensterAbschlussbericht der dena.

Inwieweit Einsparungen tatsächlich eintreten, hängt maßgeblich von der grundsätzlichen Einsatzbereitschaft jedes Einzelnen ab, eine Veränderung auch herbeiführen zu wollen. Energiesparen beginnt nun mal im Kopf!

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Die Empfehlung des Klimaschutzmanagers

Egal ob Mieter oder Eigenheimbesitzer, sich den eigenen Energieverbrauch kontinuierlich bewusst zu machen und Rückschlüsse daraus zu ziehen, kann dabei helfen Energie und Kosten einzusparen. Gleichzeitig wird auch unser Klima geschützt. Dieses Bewusstsein sollte nicht bereits beim Heizenergieverbrauch haltmachen. Auch der Strom- und Wasserverbrauch birgt Einsparpotential.

Die meiste Energie wird in den privaten Haushalten zur Beheizung des Wohnraums verbraucht. Um den Heizenergieverbrauch zu verringern, müssen nicht zwingend hohe Investitionen getätigt werden. Bereits geringe Veränderungen an Ihrem bisherigen Verhalten können zu deutlichen Einsparungen führen, dies belegt das Modellvorhaben der dena. Maßnahmen mit nur geringen Kosten, wie bspw. das Instandsetzen einer defekten Fensterdichtung oder das Dämmen der Wärmeverteilleitungen, unterstützen Ihre Anstrengungen zum Energiesparen zusätzlich.

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Effizientes Heizen

Raumtemperatur absenken:

Die gewählte Raumtemperatur hat einen wesentlichen Einfluss auf Ihren Heizenergieverbrauch. Bereits die Absenkung der Raumtemperatur um 1 °C kann bis zu 6 % Heizenergie einsparen. Versuchen Sie daher in Absprache mit Ihrer Familie eine möglichst niedrige Raumtemperatur anzustreben, bei der sich noch alle wohlfühlen. Die Raumtemperatur in Wohnräumen sollte möglichst 20 °C nicht überschreiten. Auch eine Temperaturabsenkung während längerer Abwesenheitszeiten und/oder während der Nacht kann sich finanziell lohnen.

Thermostate freihalten/richtig nutzen:

Beachten Sie, dass Thermostate nicht durch Einrichtungsgegenstände oder Vorhänge verdeckt werden sollten, um optimal zu funktionieren. Wenn Sie einen kühlen Raum betreten, drehen Sie das Thermostat nicht voll auf. Dadurch wird es nicht schneller warm, Sie wählen lediglich eine zu hohe Zieltemperatur und überheizen damit langfristig den Raum. Gerade wenn niemand das Thermostat wieder zurückdreht, geht wertvolle Energie verloren. Als mögliche Energiesparinvestition haben sich programmierbare Thermostate bewährt. Sie können damit Zeiten festlegen, zu denen Räume nur leicht temperiert werden sollen, z.B. während Ihrer Abwesenheit. Kommen Sie bspw. von der Arbeit zurück, erwartet Sie eine wohltemperierte Wohnung. Durch die Umrüstung auf programmierbare Thermostate sparen Sie nicht nur Heizenergie und –kosten, sondern erhöhen auch Ihren Wohnkomfort.

Wärmeverteilleitungen dämmen:

Dämmen Sie bisher ungedämmte Wärmeverteilleitungen im unbeheizten Bereich. Dies kann schnell und kostengünstig selbst erledigt werden. Die gedämmten Leitungen sorgen dafür, dass die Wärme nicht auf der Strecke bleibt sondern dort ankommt, wo Sie sie möchten.

Stoßlüften statt Dauerkipp:

Gerade im kalten Winter sorgt kurzes Stoßlüften anstatt der Dauerkippstellung des Fensters für reduzierte Lüftungswärmeverluste. Beim Stoßlüften wird lediglich die verbrauchte Luft durch frische Luft ersetzt und die Bauteile kühlen nicht aus. Je tiefer die Außentemperaturen sind, desto früher kann das Fenster beim Stoßlüften wieder geschlossen werden. Wenige Minuten reichen oft schon aus. Während des Stoßlüftens die Thermostate möglichst geschlossen halten. Programmierbare Thermostate besitzen meist eine Funktion zum Erkennen geöffneter Fenster und schließen selbsttätig.

Öffnungen abdichten:

Sollten Ihre Fenster und Türen keine Dichtungen besitzen, rüsten Sie welche nach. Vorhandene aber defekte Dichtungen sollten ebenfalls erneuert werden. Versuchen Sie Türen zu unbeheizten oder niedrig beheizten Bereichen geschlossen zu halten. Das hilft nicht nur Heizenergie einzusparen, sondern trägt auch zum baulichen Feuchteschutz bei. Auch das Dämmen und Abdichten einer evtl. vorhandenen Dachbodentreppe hilft beim Energiesparen und steigert den Wohnkomfort. Unangenehme Zuglufterscheinungen können so verringert werden.

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Effiziente Stromnutzung

Stand-By vermeiden:

Um zu wissen, wieviel Ihre Elektrogeräte auch im vermeintlich abgeschalteten Zustand verbrauchen, benötigen Sie ein Strommessgerät. Diese können häufig bei Ihrem Energieversorger gegen Pfandzahlung ausgeliehen werden. Nach erfolgter Überprüfung entscheiden Sie selbst, welche Stand-By-Verbräuche Sie akzeptieren möchten. Überprüfen Sie am besten auch Ihre Haushaltsgroßgeräte wie bspw. Wasch- und Spülmaschine. Um Strom und Kosten zu sparen, sollten Elektrogeräte immer komplett ausgeschaltet werden. Sind keine Netzschalter vorhanden, können z.B. abschaltbare Steckdosenleisten hierzu verwendet werden.

Licht ausschalten:

LED-Lampen verbrauchen deutlich weniger Strom als herkömmliche Glühbirnen. Doch auch hier gilt: Wird das Licht nicht gebraucht, ausschalten.

Leine statt Trockner:

Trocknen Sie Ihre Wäsche nach Möglichkeit auf der Leine an der frischen Luft. Sofern doch der Trockner zum Einsatz kommen muss, achten Sie auf den korrekten Aufstellort. Ablufttrockner sollten möglichst in unbeheizten, trockenen Räumen aufgestellt werden. Um bei Kondensationstrocknern die Abwärme noch nutzen zu können, sollten diese in beheizten Räumen betrieben werden.

Strom sparen in der Küche:

Kleine Wassermengen erhitzen Sie am effizientesten in einem Wasserkocher. Erhitzen Sie dabei möglichst nur soviel warmes Wasser wie Sie benötigen. Beim Kochen am besten Töpfe und Pfannen mit einem passenden Deckel verwenden. Beim Backen möglichst Umluft und eine entsprechend niedrigere Temperatur verwenden. Am besten auch auf das Vorheizen verzichten und die Restwärme zum Fertigbacken nutzen. Achten Sie insbesondere beim Aufstellort des Kühl- und/oder Gefrierschranks darauf, dass dieser sich an einem möglichst kühlen Ort und nicht in unmittelbarer Nähe einer Wärmequelle wie bspw. einem Heizkörper oder Backofen befindet.

Heizungspumpe umschalten/austauschen:

Die wenigsten werden bei den großen Stromverbrauchern im Haushalt an die Heizungspumpe denken, doch auch hier steckt Einsparpotential. Bevor die Pumpe getauscht wird, kann auch das Umschalten auf die kleinste Stufe deutliche Einsparungen bringen. Energieeffiziente Heizungspumpen benötigen nur einen Bruchteil der Energie ihrer älteren Kollegen. Jährliche Stromkosteneinsparungen von 50 Euro und mehr sind keine Seltenheit. Zudem wird der Austausch der Heizungspumpe über das BAFA gefördert. Ein Blick in den Heizraum lohnt sich!

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Weitere Informationen

Weitere Tipps und Erklärungen zum Heiz- und Stromkostensparen finden Sie u.a. im Internet unter Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.co2online.de/energie-sparen. Auch die Internetseiten der Öffnet externen Link in neuem FensterEnergieagentur Rheinland-Pfalz oder der Öffnet externen Link in neuem FensterVerbraucherzentrale Rheinland-Pfalz bieten Ihnen Informationsmaterial zum Energiesparen in elektronischer Form.

Die dena bietet auf Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.zukunft-haus.info einen Überblick zu verschiedenen Effizienzmaßnahmen gestaffelt nach Kosten Öffnet externen Link in neuem Fensterzwischen 50 Euro bis 1.500 Euro, Öffnet externen Link in neuem Fenster1.500 Euro bis 7.000 Euro sowie Öffnet externen Link in neuem Fenster7.000 Euro bis 20.000 Euro. Filmbeiträge gehen auf zu beachtende Details bei der jeweiligen Maßnahme ein. Die Broschüre der dena „Öffnet externen Link in neuem FensterMachen Sie dicht: Energiesparen in Gebäuden“ mit Tipps zum richtigen Heizen, Dämmen und Lüften sowie weitere Broschüren zum Energiesparen erhalten Sie auch in gedruckter Form bei Ihrem Klimaschutzmanager.

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