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Gesundheitsversorgung

Die Gesundheitsversorgung der Asylbewerberinnen und Asylbewerber wird in den §§ 4 und 6 Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) geregelt.
Danach ist eine Behandlung von akuten Erkrankungen und von Schmerzzuständen vorgesehen.

Wichtige Informationen hinsichtlich der medizinischen Versorgung der Asylbegehreden  

Abrechnungsschein:
Zur Vorlage beim Arzt wird ein sogenannter Abrechnungsschein benötigt. Dieser wird vom Sozialamt der Kreisverwaltung ausgestellt und berechtigt zum Besuch beim Hausarzt oder Zahnarzt.

Kinderarzt:
Für Kinder kann ein Abrechnungsschein für den Kinderarzt ausgestellt werden. Ein vorheriger Besuch bei einem Hausarzt ist nicht notwendig.

Gynäkologie:
Für Schwangere kann direkt ein Abrechnungsschein für den Gynäkologen ausgestellt werden.

Überweisung zum Facharzt:
Bei einer Überweisung zu einem Facharzt oder einer Einweisung ins Krankenhaus (ausgenommen Notfalleinweisung) ist eine Entscheidung des Kostenträgers (Kreisverwaltung) hinsichtlich der Voraussetzungen nach dem AsylbLG notwendig. Die Notwendigkeit wird an Hand  der Überweisungsformulare und vorliegenden Untersuchungsergebnisse durch die Ärzte des Gesundheitsamtes geprüft. Gegebenenfalls wird auch eine amtsärztliche Untersuchung durchgeführt.

Rezepte:
Rezeptkosten werden übernommen, wenn das Rezeptformular vom Arzt als "gebührenfrei" ausgestellt wurde und die Kreisverwaltung als Kostenträger vermerkt wurde.

Ärztliche Abrechnung:
Zur Behandlung und der damit verbundenen Abrechnung benötigt der Arzt einen durch die Kreisverwaltung ausgestellten Abrechnungsschein. Dieser wird in der Regel den Asylbewerbern nach Vorsprache ausgehändigt. Bei einem äußerst akuten Notfall (auch außerhalb der behördlichen Öffnungszeiten) kann der Schein nachgereicht werden.
Die Abrechnung des Arztes mit der Kreisverwaltung erfolgt über die kassenärztliche Vereinigung.

Flüchtlinge bzw. Asylbewerber mit Krankenversichertenkarte:
Erwerbstätige Asylbewerber die einer versicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen sind gesetzlich krankenversichert.
Auch können nicht erwerbstätige Asylsuchende unter bestimmten Voraussetzungen über eine Krankenversichertenkarte verfügen. Diese hängt u.a. von der Aufenthaltsdauer (frühestens nach 15 Monaten) ab.

Anerkannte Flüchtlinge bzw. Asylberechtigte erhalten bei Bedarf Leistungen nach SGB II oder SGB XII und sind in gesetzlichen Krankenkassen versichert.

Arztwahl:
Für Asylbewerber besteht die freie Arztwahl.





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