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Gesundheitsversorgung

Die Gesundheitsversorgung der Asylbewerberinnen und Asylbewerber wird in den §§ 4 und 6 Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) geregelt.
Danach ist eine Behandlung von akuten Erkrankungen und von Schmerzzuständen vorgesehen.

Grundsätzlich besteht für alle Asylbewerber eine freie Arztwahl.

Asylbewerber (die Leistungen nach dem AsylbLG erhalten)

Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) der DAK-Gesundheit ersetzt seit 01.07.2017 den bisher vor einem Arztbesuch anzufordernden Abrechnungsschein.
Neue Asylbewerber werden am Tag Ihrer Ankunft von uns bei der DAK-Gesundheit angemeldet und erhalten eine elektronische Gesundheitskarte.

Es kann einige Tage dauern bis uns die elektronische Gesundheitskarte vorliegt und wir sie an den Leistungsberechtigten ausgeben können. In der Zwischenzeit können bei Bedarf Abrechnungsscheine der DAK-Gesundheit bei uns angefordert werden.

Mit der eGK können die Asylbewerber direkt einen Arzt (Allgemeinmediziner) aufsuchen. Für den Besuch bei einem Facharzt wird lediglich eine Überweisung eines Allgemeinmediziners benötigt und nicht - wie bisher - die Genehmigung des Sozialamtes.
Bestimmte Genehmigungsverfahren werden weiterhin den bislang zuständigen Behörden (Sozialamt) überlassen. Dazu gehört beispielsweise die Neuversorgung mit Zahnersatz oder medizinische Vorsorgemaßnahmen nach §§ 23, 24 SGB V.

Die Krankenkasse rechnet die entstandenen Ausgaben mit dem Landkreis ab.

Analogbezieher 
Asylbewerber, die Leistungen entsprechend dem 12. Sozialgesetzbuch erhalten

Solche können sich eine Krankenkasse frei auswählen. Dies hängt von verschiedenen Voraussetzungen ab. Unter anderem ist die Aufenthaltsdauer maßgeblich. Eine Umstellung kann frühestens nach 15 Monaten erfolgen. Die Asylbewerber werden von uns bei der gewählten Krankenkasse zur Betreuung angemeldet und erhalten ebenfalls eine Krankenversichertenkarte.

Erwerbstätige Asylbewerber

Asylbewerber, die einer versicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen, werden über Ihren Arbeitgeber gesetzlich krankenversichert.

Anerkannte Asylbewerber

Anerkannte Flüchtlinge bzw. Asylberechtigte erhalten bei Bedarf Leistungen nach dem SGB II oder dem SGB XII und sind in gesetzlichen Krankenkassen versichert.

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